Übungen zur Wahrnehmung

Zusätzliche fortgeschrittene NLP-Übungen finden Interessierte hier

1.Übung: Wahrnehmen / halluzinieren Visuell in 3-er Gruppen

1.Teil

Person A beobachtet Person B, die ihr/ihm gegenüber sitzt und gibt sensorisch genaue Beobachtungen über das, was er sieht, wieder. (5 Minuten) Person C unterbricht, wenn die Aussagen Interpretationen oder Halluzinationen beinhalten und achtet auf die Zeit.

A, B und C wechseln untereinander in alle Positionen.

2.Teil

Person A beobachtet Person B, die ihm gegenüber sitzt und macht interpretative und halluzinatorische Aussagen über das, was er sieht. (5 Minuten) Person C unterbricht, wenn es sinnlich konkrete Aussagen sind.

A, B und C wechseln untereinander die Positionen.



2. Übung: Stimmen wahrnehmen Auditiv in 4-er Gruppen

Person A , C und D nennen den Namen von Person B, während B wahrnimmt, welche Stimme zu welcher Person gehört. B schließt dann die Augen. A, C und D nennen dann wieder den Namen von B in unterschiedlichem Ausdruck. B kalibriert sich auf die wechselnden Stimmen und ordnet sie den Personen zu. Person B versucht ein inneres Bild der Person kommen zu lassen und nickt, wenn es ihr gelungen ist.

( 10Minuten)



3.Übung: mit geschlossenen Augen kommunizieren

Die Teilnehmer sitzen sich jeweils paarweise gegenüber und halten die Augen geschlossen oder tragen Augenmasken. Während sie so sitzen unterhalten sie sich über ein Thema oder jeder erzählt etwas von sich. Beide achten, während jeweils der andere spricht, auf Details seiner Aussprache.

Vorher sind die möglichen Beobachtungsschwerpunkte gemeinsam in der Gruppe besprochen worden. (z.B. Stimmlage, Geschwindigkeit, Tonalität)

Dann wird reihum der Platz gewechselt, so dass sich neue Partner gegenüber sitzen.



4. Übung Berührung wahrnehmen Kinästhetisch in 4-er Gruppen

Person A, C und D berühren Person B an der Schulter, während B wahrnimmt, welcher Druck zu welcher Person gehört. Nachdem B die Augen geschlossen hat, kalibriert er/sie sich auf die wechselnden Druckimpulse der anderen und ordnet sie den Personen zu. Sie lässt ein inneres Bild der Person kommen und wenn es das ist nickt sie. (10 Minuten)



5.Übung: mit geschlossenen Augen führen

Übung mit 2 Personen, ohne Unterhalten, Ziel 1 kinästhetische Wahrnehmung des führenden Partners, ( konsequente oder zögerliche Führung, mehr oder weniger vertrauenserweckend, etc.), Ziel 2 kinästhetische Wahrnehmung des eigenen Gehverhaltens.

Jeweils 2 Mitglieder der Gruppe vereinbaren wer führt und wer geführt wird. Der geführt wird, schließt die Augen oder setzt eine Augenmaske auf. Der Führende sucht den Weg aus und überlegt, wie er seinen Partner am besten durch Berührung, nonverbalen Zeichen etc. den Weg erleichtern kann. Es wird nicht verbal kommuniziert, außer wenn dem Geführten die Art der Führung z.B. die Berührungen unangenehm oder zu sehr verunsichernd sind.



6. Übung: Kalibrieren auf alles Wahrnehmbare

B hat die Aufgabe, sich an die ihm liebste und an die für ihn widerlichste Person zu denken, die er je kannte.

A beobachtet B während er an diese Personen denkt.

Die Aufgaben des Beobachtenden:

A bittet B zunächst an die sympathische Person zu denken. A beobachtet B dabei sehr genau während er sich diese Person vorstellt. Er achtet auf alle Veränderungen bei B. Er soll besonders auf die kleinen Veränderungen achten, die er sonst nicht bewusst wahrnimmt: die kleinen Veränderungen der Atmung, der Haltung, des Muskeltonus, der Hautrötung etc.

Wenn A genug gesehen hat, bittet er B an die unsympathische Person zu denken. Wieder beobachtet A die Veränderungen.

A kann B zwischen der Vorstellung der verschiedenen Personen wechseln lassen, bis er die Unterschiede deutlich erkennen kann.

Wenn dies der Fall ist, dann stellt der B eine Reihe vergleichender Fragen, um zu überprüfen, ob er auch ohne zu wissen an wen B denkt, dies erkennen kann. A fragt B z.B. „Wer von beiden ist größer?“ B soll die Antwort jedoch nicht sagen, sondern nur an die entsprechende Person denken. A beobachtet die Reaktionen von B und sagt dann, wer von beiden größer ist, die sympathische oder die unsympathische Person.

A sollte so viele Fragen stellen, bis er sicher die beiden Personen anhand der Körperreaktionen unterscheiden kann.



7. Übung: Kalibrieren nur auf die Stimme

B findet eine neutralen Satz, z. B.: es grünt so grün ..... A fordert B auf an eine Person zu denken, mit der sie/ihn angenehme Erinnerungen verbindet. (assoziiert VAK). Wenn B voll in der Erinnerung ist, sagt sie/er den neutralen Satz.

B notiert ihre/seine Wahrnehmung – Seperator.

A fordert nun B auf, an eine Person zu denken, mit der sie/er eine unangenehme Erfahrung gemacht hat. (Assoziiert, VAK) Wenn B voll in der Erinnerung ist, sagt sie/er wieder denselben neutralen Satz. B notiert ihre/seine Wahrnehmung – Separator.

A erfragt nun von B verschiedene Details der Personen, z. B. welche Person ist älter, welche hat eine tiefere Stimme, welche wohnt weiter weg, etc.

B antwortet mit dem neutralen Satz, während er sich die Person vorstellt, auf die die Antwort zutrifft. A erkennt um welche Person es sich handelt anhand der Stimmqualität von B. B bestätigt oder widerspricht. (10 Minuten)


8. Übung: Ja- und Nein-Reaktionen

B antwortet nur in Gedanken auf die Fragen von A.
A stellt B Fragen und beobachtet die Reaktionen.
Die Aufgabe des Antwortenden (B):

In der ersten Phase beantwortet B die Fragen von A laut. In der zweiten Phase, deren Beginn A bestimmt, antwortet B nur noch in Gedanken, ohne diese dabei laut zu äußern.

Nachdem A die Antwort gesagt hat, gibt B ihm Feedback ob seine Beobachtung richtig war. Die Aufgaben des Beobachtenden:

A stellt B geschlossene Fragen, d.h. Fragen, welche nur mit Ja oder Nein zu beantworten sind. Z.B. „Hast du Kinder?“, „Bist Du in Frankfurt geboren?“, „Heißt Du Sabine?“. Während B antwortet achtet A auf die nonverbalen Reaktionen. Wenn A meint, die Reaktionen unterscheiden zu können, bittet A, die Fragen nicht mehr verbal zu beantworten. A beobachtet dann die nonverbalen Reaktionen auf die Frage und sagt B, welches die richtige Antwort ist, Ja oder Nein.


9. Übung: Kalibrieren auf Physiologien und Wiederherstellen des emotionalen Zustandes

a. Problemphysiologie
b. Ressourcephysiologie

B denkt an den entsprechenden Zustand, A beobachtet, stellt Fragen und notiert die Wahrnehmung – Separator.

A führt anschließend B anhand der beobachteten Details nacheinander in die entsprechenden Zustände, ohne inhaltliche Anweisungen, nur mit Vorgaben von Körperhaltung, Atmung, Stimme etc.

C beobachtet und gibt Feedback. (5 Minuten).